In der Einführungsphase der 2,4 GHz Fernsteuerungen ist es verschiedentlich vorgekommen, dass beim Wechsel von der altbewährten 35 MHz PPM-Anlage zu der neuen 2,4 GHz Anlage Schwierigkeiten auftraten, die auf eine unzureichende Bordstromversorgung zurückzuführen waren. Messungen haben gezeigt, dass einige 2,4 GHz Anlagen die Servoimpulse an den Empfängerausgängen annähernd zeitgleich ausgeben, während der klassische PPM-Empfänger und die meisten PCM-Empfänger die Servoimpulse zeitlich versetzt ausgeben.

6_PPM

2_Futaba

1_IFS

Wenn viele starke Servos an den Empfänger angeschlossen sind und diese Servos werden zeitgleich angesteuert, dann wird der hohe Anlaufstrom aller angeschlossenen Servos ebenfalls zeitgleich anfallen. Dies führt zu einer enorm hohen Belastung des Empfängerakkus mit der Folge, dass dessen Spannung kurzzeitig einbricht. Der Spannungseinbruch wird umso stärker auftreten, je höher der Innenwiderstand des Empfängerakkus ist. Deshalb ist es enorm wichtig, einen Empfängerakku mit geringem Innenwiderstand zu verwenden. Die Größe der Kapazität des Akkus spielt eine untergeordnete Rolle.

Die zur Zeit eingeführten 2,4 GHz Anlagen verhalten sich wie folgt: Weatronic zeitgleich oder versetzt (einstellbar), IFS annähend zeitgleich, Fasst teilweise zeitgleich, ACT teilweise zeitgleich, Jamara zeitversetzt, Jeti wie PPM, Spektrum wie PPM, MPX teilweise zeitgleich, Sanwa RDS-8000 wie PPM, Sanwa SD-10G teilweise zeitgleich.

Ein ausführlicher Bericht zu diesem Thema erschien in der Zeitschrift Modellflug Intenational Heft 6/2009.

Die 3 Oszillogramme zeigen die ersten 4 Servoimpulse eines herkömmlichen PPM-Empfängers, einer 2,4 GHz FASST Anlage und einer 2,4 GHz IFS Anlage.